Ablauf des Behandlungsprozesses
Eine naturheilkundliche Behandlung verläuft nicht nach einem festen Schema. Welche Schritte sinnvoll sind, hängt von Ihren Beschwerden, Ihrer bisherigen Krankengeschichte, bestehenden Diagnosen und Therapien ab und auch davon, was sich gut in Ihren Alltag integrieren lässt.
Deshalb arbeite ich Schritt für Schritt. Nach jedem Termin schauen wir gemeinsam, was sich verändert hat und welcher nächste Schritt sinnvoll ist.
1. Orientierung
Die gesamte Orientierungsphase ist kostenfrei.
15-minütiges Orientierungsgespräch
Am Anfang steht ein ca. 15-minütiges telefonisches Orientierungsgespräch. Dabei möchte ich zuallererst verstehen, was sie aktuell plagt und ob mein therapeutischer Ansatz grundsätzlich zu Ihrem Anliegen passt.
Damit wir die 15 Minuten gut nutzen können, überlegen Sie sich bitte vorab die folgenden 4 Punkte:
- Welche Beschwerden stehen AKTUELL im Vordergrund?
- Gibt es bereits eine Diagnose? Wenn ja, welche?
- Welche schulmedizinischen Medikamente nehmen Sie derzeit ein?
- Was erwarten Sie von mir als Therapeutin?
Fragebogen und Einnahmeliste
Nach dem Orientierungsgespräch erhalten Sie von mir per E-Mail einen kurzen Anamnese-Fragebogen sowie eine Einnahmeliste. Dort können Sie in Ruhe weitere Informationen ergänzen, zu Medikamenten, Nahrungsergänzungsmitteln, pflanzlichen, pilzlichen, spagyrischen oder homöopathischen Mitteln.
Nach Eingang Ihrer Unterlagen prüfe ich, ob mein therapeutischer Ansatz zu Ihrem Anliegen passt und ich Ihnen eine Behandlung anbieten kann. Innerhalb von zwei Tagen erhalten Sie von mir eine Rückmeldung.
2. Das Erstgespräch
Wenn wir uns für eine Zusammenarbeit entscheiden, vereinbaren wir einen 60-minütigen Termin in meiner Praxis oder online.
Im Erstgespräch geht es um folgende Punkte:
Wir erstellen eine Timeline
Sie erzählen mir, wie sich Ihre Beschwerden entwickelt haben. Dabei interessieren uns
- Wann und unter welchen Umständen haben Ihre Beschwerden begonnen?
- Was ist seitdem passiert?
- Welche Diagnosen wurden gestellt?
- Welche Ärzte oder Therapeuten haben Sie bereits aufgesucht?
- Welche Behandlungen wurden durchgeführt?
- Welche Medikamente haben Sie eingenommen und nehmen Sie noch?
Sie bestimmen Ihr Behandlungsziel
Was soll sich langfristig verändern?
Das kann beispielsweise sein:
- wieder besser schlafen,
- im Alltag belastbarer werden,
- Beschwerden im Zusammenhang mit den Wechseljahren oder den Jahren davor verbessern,
- Gewicht und Stoffwechsel stabilisieren,
- bestimmte Symptome besser verstehen und beeinflussen können.
Das Behandlungsziel gibt uns die Richtung vor.
Wir bestimmen den ersten Schritt
Wir müssen beim ersten Termin nicht bereits die gesamte Lösung kennen. Wir entscheiden gemeinsam: Was ist jetzt der sinnvollste nächste Schritt?
Das kann durchaus eine therapeutische Maßnahme sein. Manchmal ist zunächst auch eine gezielte Laboruntersuchung sinnvoll. Oder wir beziehen bereits vorhandene Befunde ein. In manchen Situationen kann auch eine weitere ärztliche Abklärung notwendig sein; ist dies der Fall, erhalten Sie von mir einen Arztbrief.
Entscheidend ist: Sie verlassen den Termin mit einem klaren nächsten Schritt.
3. Die Behandlungsphase
Sie möchten wissen, wie ich Sie behandeln werde? Das kann ich Ihnen vor Beginn der Behandlung nicht seriös sagen. Meine Behandlung richtet sich natürlich nach Ihrer Diagnose bzw. Ihren Beschwerden. Und sie berücksichtigt auch:
- Ihren bisherigen Verlauf,
- bereits bestehende medizinische Behandlungen,
- Ihre körperliche Belastbarkeit,
- Ihre Lebenssituation,
- Ihre Möglichkeiten zur Umsetzung,
- und v.a. Ihre Reaktion auf die bisherigen Schritte.
Jede Sitzung beginnt mit einer neuen Standortbestimmung
Zu Beginn fragen wir:
- Was ist seit unserem letzten Termin passiert?
- Was konnten Sie von den vereinbarten Schritten umsetzen?
- Was hat sich verbessert?
- Was hat sich nicht verändert?
- Sind neue Fragen entstanden?
- Was möchten Sie heute erreichen?
Darauf aufbauend entscheiden wir über die nächste Intervention.
Das kann ein Gespräch sein, eine kinesiologische Balance, die Besprechung eines Befundes oder die Entwicklung beziehungsweise Anpassung eines Therapieplans.
Der Therapieplan entsteht dabei gemeinsam während des Termins. Behandlung ist für mich kein fertiges Konzept, das einmal erstellt und anschließend nur noch abgearbeitet wird. Wir beobachten die Reaktion Ihres Körpers und passen unser Vorgehen entsprechend an.
In der Regel finden die Termine in einem Abstand von etwa einem Monat statt. So bleibt ausreichend Zeit, Veränderungen umzusetzen und deren Wirkung zu beobachten.
Allgemeine Hintergrundinformationen müssen wir dabei nicht jedes Mal ausführlich im Termin besprechen. Ergänzend finden Sie in meiner Bibliothek der Gesundheit Artikel, Vorträge, Kurse und weitere Informationen zu vielen Themen aus meinen Behandlungsschwerpunkten. Wenn etwas zu Ihrer aktuellen Situation passt, schicke ich Ihnen gern den entsprechenden Link.
Auch die Behandlungsphase kann in Präsenz oder online stattfinden.
4. Abschluss
Eine Behandlung soll nicht dazu führen, dass Sie dauerhaft auf therapeutische Begleitung angewiesen sind. Deshalb schauen wir am Ende gemeinsam zurück:
- Was war Ihr ursprüngliches Ziel?
- Was hat sich verändert?
- Was haben Sie über Ihren Körper und Ihre Beschwerden erfahren?
- Welche Maßnahmen haben sich bewährt?
- Was können Sie künftig selbstständig weiterführen?
- Und woran erkennen Sie, dass es sinnvoll wäre, erneut Unterstützung zu suchen?
Idealerweise gehen Sie am Ende nicht nur mit weniger Beschwerden aus dem Behandlungsprozess, sondern auch mit einem besseren Verständnis dafür, was Ihnen guttut und wie Sie selbst weiterarbeiten können.
So entsteht Behandlung nicht als starres Programm, sondern als Reihe überschaubarer, individuell sinnvoller Schritte, einem Prozess immer mit dem Ziel, dass Sie zunehmend selbstständig weitergehen können.