In den letzten beiden Beiträgen ging es um freie Radikale und oxidativen Stress und wie sie die Entstehung von Zivilisationskrankheiten beeinflussen.
Dabei wurde deutlich: Freie Radikale entstehen ganz natürlich im Stoffwechsel; problematisch wird es erst, wenn sie überhandnehmen. Und hier kommen die Antioxidantien ins Spiel.
Abfangjäger im Einsatz
Antioxidantien kann man sich wie eine Art „Abfangjäger“ vorstellen. Sie neutralisieren freie Radikale, bevor diese Schaden anrichten können, und tragen so dazu bei, das Gleichgewicht im Körper aufrechtzuerhalten. Ohne diese Schutzmechanismen wären unsere Zellen den ständigen Angriffen reaktiver Prozesse weitgehend ausgeliefert.
Antioxidantien gehören zu den Vitalstoffen
Antioxidantien sind keine eigene Stoffklasse, sondern gehören überwiegend zur Gruppe der Vitalstoffe.
Viele kennen in diesem Zusammenhang:
- Vitamin C
- Vitamin E
- Vitamin A bzw. Beta-Carotin
Weniger bekannt ist, dass auch Spurenelemente eine wichtige Rolle spielen, darunter:
- Zink
- Selen
- Mangan
- Kupfer
Sie sind notwendig, damit körpereigene Schutzsysteme überhaupt funktionieren können.
Körpereigene Schutzsysteme und ihre Grenzen
Der Körper verfügt über eigene antioxidative Systeme, die ständig aktiv sind und freie Radikale abfangen. Diese Systeme arbeiten eng mit Vitalstoffen zusammen. Gleichzeitig zeigt sich, dass der Organismus auf eine regelmäßige Zufuhr von außen angewiesen ist. Nicht als Ersatz, sondern als Ergänzung. Eine ausgewogene Versorgung unterstützt die natürlichen Schutzmechanismen und trägt dazu bei, das Gleichgewicht aufrechtzuerhalten.
Bunt essen – ein einfacher Schlüssel
Neben Vitaminen und Spurenelementen spielen auch pflanzliche Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle, insbesondere:
- Polyphenole
- Flavonoide
- Carotinoide
Sie geben Obst, Gemüse und Kräutern ihre Farbe und genau deshalb ist „bunt essen“ eine so einfache und wirkungsvolle Orientierung. Je vielfältiger die Farben auf dem Teller, desto breiter ist in der Regel auch das Spektrum an unterstützenden Stoffen.
Frische zählt
Antioxidantien sind empfindlich. Durch Lagerung, Transport und Verarbeitung kann ihr Gehalt abnehmen. Deshalb ist es sinnvoll, möglichst:
- frisch
- saisonal
- oder frisch tiefgekühlt
zu essen.
Bedeutung für Gesundheit und Therapie
Antioxidantien spielen eine zentrale Rolle im Umgang mit oxidativem Stress. Sie werden daher auch begleitend in verschiedenen Bereichen eingesetzt, insbesondere dort, wo oxidativer Stress eine Rolle als Mitverursacher oder Verstärker spielt (Free Radikal Diseases, Erkrankungen, die durch ein Übermaß an freien Radikalen mitverursacht werden).
Dabei zeigt sich: Unterschiedliche Situationen erfordern unterschiedliche Schwerpunkte.
Fazit
Antioxidantien sind ein wesentlicher Bestandteil der körpereigenen Schutzsysteme. Sie wirken nicht isoliert, sondern im Zusammenspiel mit den natürlichen Regulationsmechanismen unseres Organismus. Eine bewusste Ernährung kann einen wichtigen Beitrag leisten, diese Systeme zu unterstützen.
Damit schließt sich der Kreis zur Vitalstoffversorgung und zur Frage, wie wir unseren Körper im Alltag nachhaltig stärken können.