Jetlag – Teil 2
Jetlag lässt sich nicht vollständig vermeiden. Die innere Uhr braucht Zeit, um sich an eine neue Zeitzone anzupassen.
Dennoch kann man den Organismus unterstützen:
- durch Licht,
- Bewegung,
- Schlafrhythmus,
- und gezielte naturheilkundliche Maßnahmen.
Wichtig ist dabei: Nicht gegen den Körper arbeiten, sondern seine Anpassung begleiten.
Flug nach Westen: der verlängerte Tag
Beispiele:
- Europa → Amerika
- Rückflug aus Asien oder Australien
Hier wird der Tag biologisch verlängert.
Viele Menschen erleben:
- Müdigkeit am Nachmittag,
- Energielöcher,
- Konzentrationsschwäche.
Der Organismus muss länger aktiv bleiben, obwohl seine innere Uhr bereits „Abend“ signalisiert.
Cordyceps – Unterstützung bei Müdigkeit
Der Vitalpilz Cordyceps wird traditionell eingesetzt:
- zur Unterstützung der Energie,
- bei Erschöpfung,
- und zur Förderung von Belastbarkeit.
Nach Flügen nach Westen kann er helfen, die verlängerte Wachphase besser zu tolerieren.
Anwendung:
- nach der Landung 300 – 600 mg Cordyceps Extrakt (Kapselform)
- bei Bedarf zusätzlich für 2–3 Tage,
- bevorzugt ab der Mittagszeit, wenn Müdigkeit auftritt.
Cordyceps ersetzt keinen Schlaf, kann aber die Anpassungsphase unterstützen.
Flug nach Osten: der verkürzte Tag
Beispiele:
- Europa → Asien oder Australien
- Rückflug aus Amerika
Hier muss der Organismus früher schlafen, obwohl die innere Uhr biologisch oft noch nicht bereit dazu ist.
Typisch sind:
- Einschlafprobleme,
- nächtliches Wachliegen,
- oder fehlende Müdigkeit zur lokalen Schlafenszeit.
Melatonin – Unterstützung für die Nacht
Melatonin ist das natürliche „Dunkelhormon“ des Körpers.
Es signalisiert: „Die Nacht beginnt.“
Bei Flügen nach Osten kann Melatonin helfen, den Schlafrhythmus früher zu stabilisieren.
Wichtig ist dabei:
- niedrige Dosierungen reichen oft aus (1-3 mg)
- der Zeitpunkt der Einnahme ist wichtiger als eine hohe Menge.
Anwendung:
- abends zur lokalen Schlafenszeit,
- bei Bedarf für 2–3 weitere Tage.
Licht bleibt der wichtigste Faktor
Naturheilkundliche Unterstützung funktioniert am besten gemeinsam mit einer sinnvollen Lichtsteuerung.
Hilfreich sind:
- morgens Tageslicht,
- tagsüber Bewegung,
- abends weniger Bildschirmlicht,
- möglichst schnelle Anpassung an lokale Schlaf- und Essenszeiten.
Denn die innere Uhr reagiert vor allem auf:
- Licht,
- Aktivität,
- Nahrung,
- und Rhythmus.
Kleine praktische Tipps
Zusätzlich hilfreich:
- ausreichend trinken,
- Alkohol im Flugzeug möglichst reduzieren,
- leichte Mahlzeiten bevorzugen,
- kurze Spaziergänge nach der Ankunft,
- tagsüber nicht zu lange schlafen.
Der Körper passt sich meist schneller an, wenn er klare Signale erhält: Jetzt ist Tag. Jetzt ist Nacht.
Fazit
Jetlag ist Ausdruck einer vorübergehenden Rhythmusstörung zwischen äußerer Zeit und innerer Uhr. Nach Westen muss der Organismus länger aktiv bleiben, nach Osten früher zur Ruhe kommen.
Cordyceps und Melatonin können helfen, diese Anpassung sanft zu begleiten, nicht als „Wundermittel“, sondern als Unterstützung biologischer Regulation. Denn Reisen bedeutet nicht nur Ortswechsel, sondern auch eine Herausforderung für unseren inneren Rhythmus.